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º Räucherwerk und seine Verwendung
Montag, 22.03.2010Räucherstoffe in der Übersicht
Für alle, die sich ihre Räucherungen lieber selber zusammenstellen möchten oder sich einfach informieren wollen, hier ein kurzer Überblick, welche Kräuter/Harze ich persönlich zu welchen Zwecken benutzt.
Entspannung:
Labdanum (nach Kopfarbeit)
Sandelholz
Hopfendrüsen und Styrax (bei Schlafschwirigkeiten)
Lavendel
neue Energie & Lebenskraft
Kalmus
Beifuß
Mastix
Lavendel
Reinigung
Salbei
Weihrauch
Kampher
Drachenblut (unheimlich energetisch!!!)
Fichtennadel/oder Harz
Wacholder
Konzentration
Weihrauch
Anis
Zeder
Zimt
Meditation
Dammar
Eisenkraut
Opoponax
Weihrauch
Myrte
Schutz
Drachenblut (gleichzeitig auch reinigend)
Opoponax
Kampher
Fichtenadeln /oder Harz
gute Laune
Styrax (entspannend)
Elimi (anregend)
Dammar
Propolis (wärmend)
für die Sinnlichkeit
Benzoe
Sandelholz (entspannte Atmosphäre)
Patchouli
Myrthe
Rose
emotionale Kriesen
Mastix
Benzoe (tröstend)
Elimi (Hoffnung und Neubegin)
Zeder (Selbstvertrauen)
Eisenkraut (bei Zukunftsangst und gib neuen Mut)
Diese Liste erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, viel mehr ist es ein grober Überblick über die Möglichkeit der Räucherns.
º Kyphi
Montag, 12.10.2009Hinter dem klangvollen Namen Kyphi verbirgt sich eine alte Ägyptische Tempelweihrauch Mischung.
Sie wurde zur Zeiten der Pharaonen vermutlich in den Tempeln des Gottes Edfu hergestellt. Denn dort fanden Archäologen das Rezept in einem rückwärtigen Teil des Tempelraumes, in Hieroglyphen an der Wand aufgeschrieben.
Ebenso wurden Kyphi-Rezepte in einigen der ägyptischen Pyramiden gefunden und auch von dem römischen Schriftsteller Plutarch (1.Jahrhundert nach Chr) ist eine Anleitung zur Herstellung von Kyphi überliefert worden.
Die einzelnen Rezepte unterscheiden sich jeweils in Details, haben aber viele gemeinsame Grundzutaten, welche zum Teil aus Indien und den arabischen Ländern importiert wurden.
Eines ist allen Rezepten gemeinsam: die aufwendige Herstellung der Mischung.
Vermutlich streckte sich die Herstellung des Kyphi im alten Ägypten über Monate und wurde von speziellen Riten begleitet.
Das Rezept ist wirklich sehr aufwendig, aber wenn ich Kyphi verwende, dann in der Regel auch selbst gemachtes, denn der Aufwand lohnt sich auf jeden Fall!
Vor einigen Jahren habe ich aus reiner Neugierde ein Rezept ausprobiert und war so begeistert vom Ergebnis, das ich seit dem “fremde Kyphi-Mischungen” meide. Außerdem macht es mir Spaß meinen eigenen Weihrauch herzustellen.
Das Rezept welches ich verwende stammt in ein wenig abgewandelter Form im Original aus dem Buch “Botschaften an den Himmel” von Suzanne Fischer-Rizzi – erschienen im Heye-Verlag 1996. ->Nebenbei bemerkt ein sehr lesenswertes Buch
Zutaten für Kyphi
4 Teile Weihrauch
2 Teile Mastix
1/2 Teile Wacholderbeeren
1/4 Teil Kalmus
1/4 Teil Galant
1/2 Teil Kardamon
1 Teil Zimtblüten oder Rinde
2Teile Myhrre
1 Teil Lemongrass
1/2 Teil Rosenblätter
1 Teil Benzoe Siam
1 1/2 Teile Sandelholz
1/2 Teil flüssigen Waldhonig
schweren Rotwein je nach Bedarf esslöffelweise
8 Teile ungeschwefelte Sultaninen. Die Sultaninen werden über Nacht in dem Rotwein eingeweicht.
Der Weihrauch wird gemeinsam, Mastix, Myhrre und Benzoe im Mörser zerrieben.
Anschließend die Zimtblüten, den Wacholder, den Kalmus, den Galant, das Kardamon (mit Schale) und das Sandelholz jeweils einzelnd im Mörser pulverisieren. Alles mit dem Harzpulver vermischen.
Dann die Rosenblüten klein zerpflücken, das Lemongrass fein schneiden und alles gut unterrühren. Die Sultaninen aus dem Wein nehmen und im Mörser zu Brei verarbeiten. Den Honig unter den Brei mischen, dann die pulverisierte Harz Mischung zugeben und alles gut verkneten.
Die Masse wird zwischen den Handflächen zerrrieben und zu Bröseln verarbeitet. Diese werden auf einem Tuch oder Sieb ausgebreiten und an einem warmen Ort trocknen gelassen. (Aber auf keinen Fall in den Backofen oder die direkte Sonnen stellen). Während des Trocknens muss der Kyphi öfter gewerdenet werden.
Nach sieben bis vierzehn Tagen, je nach Witterung, ist der Kyphi trocken und kann bröselweise auf etwas Kohle verräuchert werden.
º Rosenweihrauch
Samstag, 10.10.2009Einen wirklich guten Rosenweihrauch kann man eigentlich nur selber machen. Und da das Wetter draußen eindeutig zum “Weihrauchkochen” einlädt werde ich mich heute gleich mal ans Werk machen.
Mal schauen vielleicht bleibt ja auch noch etwas für Dryades Garten übrig, dann gäbe es für unsere Kunden eine Ausnahme von der Regel *schmunzel*
So, für alle die es selber ausprobieren wollen, habe ich an dieser Stelle das Rezept nach dem ich nun schon einige Jahre meinen Weihrauch rühre.
Rosenweihrauch:
3 Teile Weihrauch (ich bevorzuge indischen)
1 Teil getrocknete Rosenblüten
1 ganz kleinen Schluck guten Wein
Die Rosenblüten im Mörser fein zermahlen und zur Seite stellen, dann den Weihrauch ebenfalls im Mörser pulverisieren und ein wenig Wein unterrühren, dass eine Paste entsteht. Nun wird der Weihrauch im Wasserbad vorsichtige geschmolzen, dabei den Weihrauch nur so lange im Wasserbad lassen bis er gerade flüssig wird, er darf auf keinen Fall so heiß werden, das er sein Aroma verliert. Den Weihrauch aus dem Wasser nehmen und direkt das Rosenblütenpulver mit einem kleinen Holzstäbchen in den Weihrauch rühren. Hierbei wird der Weihrauch krümelig. Die “Krümel” auf ein trockenes Tuch geben und zwei Tage an einen trockenen, luftigen Ort trocken lassen (nicht in die Sonne legen). Anschließend in einem luftdichten Gefäß verwahren.
Nun muss der Weihrauch noch ein paar Wochen reifen und hat dann schließlich sein unverkennbares Aroma.