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º Räucherschnüre

Immer wieder werde ich gefragt was genau Räucherschnüre sind, wie man sie räuchert und wo sie ihren Ursprung haben.

Räucherschnüre werden ähnlich zum Räuchern verwendet wie Räucherstäbchen.
Sie bestehen aus fein zerkleinerten Räucherkräutern und Gewürzen, die in dünne Papiere gedreht und anschließend zu einer “Schnur verflochten” werden.
Sie kommen im Gegensatz zu herkömmlichen indischen Räucherstäbchen ohne ein stabilisierende Holz (um das die Räuchermischung geklebt wird) und auch ohne Klebstoffe aus.
Dies ist ein großer Vorteil für das Aroma der Räucherschnüre. Es ist unverfälschter und man riecht vor allem die Kräuter und Gewürze. Sie werden in der Regel nicht mit Aromastoffen versetzt und haben eine ursprünglichere Duftnote als die meisten, aromatisierten, Räucherstäbchen.

Zum Räuchern werden sie endweder aufgehangen (an einem Hacken oder einem Nagel über einem Ascheteller) oder in eine Räucherschale mit Sand gesteckt. Dann zündet man die Spitze an, bläst die Flamme aus und lässt die Schnur langsam verglimmen.
Der Rauch sollte (wie bei allen anderen Räucherstäbchen auch) nicht direkt inhaliert werden.
Wenn man im Haus oder in einem Raum räuchert, ist es ratsam ein Fenster zu öffnen und nach dem Räuchern kurz zu lüften. So lüftet man den Rauch aus dem Raum, das Aroma bleibt aber erhalten.

Räucherschnüre (in unterschiedlicher Herstellung) werden vor allem in schamanischen Räucherritualen verwendet. Sie werden von Schamanen ähnlich eingesetzt wie Räucherzöpfe.  Sie sind aber in ihrem Aroma feiner und weniger “rauchig”  als Räucherzöpfe und erfreuen sich daher auch  in westlichen Räucherritualen immer größerer Beliebtheit.
In Deutschland sind derzeit vor allem Räucherschnüre aus Nepal (meist  in den Manufakturen der Exiltibetaner gefertigt) im Handel.

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